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| Foto: flickr.com/uwe_schubert/ |
„Wir haben vor zehn Jahren um den Erhalt der FF St. Magnus gekämpft und wir haben dies auch im Zuge dieses Konzeptes getan. Aber da es um die Zukunft aller freiwilligen Feuerwehren in Bremen ging, mussten wir auch Zugeständnisse machen“, betont Detlef Scharf, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes (LFV). „Die Diskussionen waren seitens des LFV in keiner Phase politisch geprägt, sondern ausschließlich auf die Struktur der Wehren ausgerichtet.“
Für die ehrenamtlichen Wehren bietet das Konzept ein verlässliches strukturelles Gerüst. So müssen beispielsweise die Fahrzeuge an allen Standorten bewertet und Ersatzbeschaffungen ermöglicht werden. Genauso verhält es sich mit den Gerätehäusern der Feuerwehren, die kontinuierlich begutachtet werden müssen. Auch die Mannschaftsstärken und Anforderungen zur Durchführung von Jugendarbeit sind in dem Konzept festgeschrieben. „Solch einen Leitfaden hat es für die freiwilligen Feuerwehren noch nie gegeben. Er ermöglicht ihnen Forderungen auf einer politischen Grundlage zu formulieren, definiert aber auch einen Mindestanspruch an die Wehren“, sagt Marcus Schleef, stellvertretender LFV-Vorsitzender und Bereichsführer der freiwilligen Feuerwehren.
Neu ist, dass die freiwilligen Feuerwehren in drei Kategorien unterteilt werden: Schwerpunktfeuerwehren, Feuerwehren mit erweiterter Grundausstattung und Feuerwehren mit Grundausstattung. Einen großen Schritt macht die FF Lehesterdeich, die als Schwerpunkt für den Bremer Osten eingestuft wird. „Wir brauchen diese Feuerwehr als starke Einheit in dem Einsatzgebiet“, erklärt Karl-Heinz Knorr, Leitender Branddirektor der Feuerwehr Bremen. „Die dringend notwendigen Investitionen für den Standort Lehesterdeich konnten wir nicht einfordern, ohne an anderen Stellen Zugeständnisse zu machen“, fügt Schleef hinzu.
Scharf betont: „Eine Schließung der Feuerwehr St. Magnus ist dennoch nicht als Bauernopfer zu sehen, sondern ein logischer Schritt.“ Zur Erklärung: Einerseits ist das Gerätehaus im Dachbereich dringend sanierungsbedürftig. Die Kosten würden sich auf über 200.000 Euro belaufen. Zudem nimmt die Wehr sowohl vom Standort, umgeben von drei einsatzstarken Einheiten, als auch von der Mannschaftsstärke keine unverzichtbare Stellung in der alltäglichen Gefahrenabwehr ein. Die anderen freiwilligen Feuerwehren im Bremer Norden hingegen spielen durch Sonderaufgaben oder ihre einsatztaktisch wertvollen Standorte eine wichtige Rolle.
Der Landesfeuerwehrverband erwartet nun von der Innendeputation eine schnelle Zustimmung zu dem vorgelegten Konzept, um die Zukunft der verbleibenden 19 Freiwilligen Feuerwehren auf eine verlässliche Grundlage zu stellen.

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